Meeting

Die große Frage – kann man Körpersprache wirklich lesen?

Morgens 9 Uhr im Seminar: Erwartungsabfrage.

Ganz oft kommt dann der Wunsch von den Teilnehmenden: „Ich möchte gerne die Körpersprache meines Gegenübers besser lesen können.“

Auf der einen Seite spricht hier die Neugierde endlich geheime Informationen über mein Gesprächspartner zu bekommen und manchmal schwingt auch die Sorge mit – kann der andere jetzt meine wahren Gedanken und in meine tiefsten Abgründe blicken?

So einfach ist es nicht!

Ein einfaches Körpersprache Ein-mal-Eins gibt es nicht. Spannend wird es, wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf die Veränderungen in der Körpersprache legen. Also wann richtet sich eine Person auf?  Wann lehnt sie sich nach hinten? Wann rutscht sie auf Ihrem Stuhl nach vorne?

Auf stumm schalten

Was braucht es also? Übung im Wahrnehmen! Um kleine Veränderungen in der Körpersprache zu bemerken ist es wichtig diesen Wahrnehmungskanal zu trainieren. Das geht gut, wenn Sie beim fernsehen einmal auf stumm schalten und nur auf die Gestik und Mimik achten. Wie verändert sich auch die Dynamik in der Körpersprache? Wann verändert sich eine Sitzposition. Ich trainiere das manchmal, wenn ich den für mich langweiligen Sportreportagen fernsehsportbegeisteter Freunde zuschaue.

Was haben wir davon?

Physiologiewechsel können Hinweise auf veränderte innere Zustände sein. Eine veränderte Sitzposition kann also heißen, dass sich die Einstellung der Person zu einem Thema möglicherweise verändert hat. Wenn wir diese Veränderung bemerken, können wir sie verbal aufgreifen: Z.B. „Was macht Ihnen Sorgen bei diesem Konzept?“ So können wir den anderen in seinen Bedürfnissen abholen und uns auf ihn einstellen, hilfreich dafür war uns die Körpersprache unseres Gegenübers.

Hier können Sie Ihre Wahrnehmungskompetenz erweitern:

Seminar: NLP & Körpersprache im Business

2 Tage Intensivseminar:
07.+08.07.2017 in Bad Sulza
P.S. bei gutem Wetter trainieren wir auch hier auf dieser Bühne:IMG_0979

 

 

Fester Stand = klarer Standpunkt

Es ist 8.55 Uhr und Ihre Besprechung beginnt in 5 Minuten. Heute geht es für Sie um die Wurst. Denn heute wollen Sie Ihre Kolleginnen und Kollegen für Ihre Idee begeistern. Sie sind leicht angespannt, Ihre Hände sind ein wenig feucht und Ihr Herz schlägt ein bisschen schneller als sonst…

Jetzt sprechen Sie den ersten Satz: „Guten Morgen ich möchte Euch heute meine Idee vorstellen…“ So, oder so ähnlich.

Und während Sie das sagen, läuft unbewusst bei unseren Zuhörern eine Menge ab. Vor allem aber nehmen wir die Körpersprache unseres Gegenübers unbewusst auf.

Gekreuzte Beine

Häufig ist in angespannten Situationen auch unser Körper angespannt UND zack verschränken sich unsere Beine unter dem Stuhl. Das ist an sich nicht schlimm, doch es verhindert in diesem besonderen Moment, dass wir mit dem Boden verbunden sind – also Erdung haben.

Ins Gleichgewicht kommen

In angespannten Momenten ist es gut wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Eine Kollegin, die Leistungssportler auf Ihren Wettkampf vorbereitet, arbeitet mit der Entladungstechnik über die geballte Faust.

Und so funktioniert sie: Sobald Sie Anspannung in Ihrem Körper spüren – ballen Sie eine Hand extrem zur Faust, halten Sie die Spannung für 5 Sekunden und lassen wieder locker.

Körper und Geist beeinflussen sich wechselseitig

Wenn Sie Ihre Füße fest auf den Boden aufstellen, dann wirkt der Mechanismus: „Körper und Geist beeinflussen sich wechselseitig“ ebenso und es kommt mehr Ruhe in Ihren Körper und Sie wirken kompetenter. Kontrollieren Sie auch Ihren Sitz. Wo auf Ihrem Stuhl sitzen Sie? Lehen Sie sich an? Oder sitzen Sie im vorderen Bereich? Durch die aufrechte Haltung im vorderen Bereich des Stuhls, bekommen Sie mehr Luft und Ihre Stimme kann sich entspannter entfalten.

Mit einer entspannten, aufrechten Körperhaltung kommen Sie zu mehr Klarheit und vermitteln Ihrem Gegenüber: Sie haben einen klaren Standpunkt!